Existenzanalyse ist eine anerkannte psychotherapeutische Methode, die von Viktor E. Frankl begründet und von Alfried Längle weiterentwickelt wurde. Die Existenzanalyse greift die Grundfragen auf, vor die der Mensch in seiner Existenz gestellt ist.

Das In-der-Welt-sein braucht als Grundlage für ein erfülltes Leben vier Grundbedingungen:

  1. Die Welt als Halt:
    Kann ich sein? Habe ich Raum, Halt und Schutz, um in dieser Welt leben zu können?
  2. Die Mitwelt als Beziehung:
    Mag ich leben? Habe ich Beziehung, Zeit und Nähe, um leben zu mögen? Ist es gut da zu sein?
  3. Die Eigenwelt als Einzigartigkeit:
    Darf ich so sein, wie ich bin? Werde ich gesehen und wertgeschätzt? Was ist mein Eigenes? Kann ich mich anerkennen und abgrenzen?
  4. Die Sinnwelt als Lebensorientierung:
    Wofür soll ich leben? Kann ich in meinem Leben einen Sinn sehen? Will ich so leben? Was soll werden?

In der Existenzanalyse wird der Mensch dann zufolge psychisch krank, wenn er sich in seinen Lebensvollzügen immer wieder behindert erlebt und das, was ihm wichtig ist und wofür er eigentlich leben möchte, nicht findet oder es wiederholt nicht schafft, danach zu leben. Dann wird Existenz unerfüllt und krankmachend.

Existenzanalytische Psychotherapie arbeitet mit dem eigenen Erleben und Verstehen, um die persönliche Erfüllung im Leben aufzuspüren. Durch die Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt wird es möglich, dass der Mensch mit innerer Zustimmung leben und handeln kann.

Logotherapie ist ein Teilgebiet der Existenzanalyse und befasst sich mit Sinnproblemen. Logotherapie bietet Begleitung in der Sinnsuche bei Krisen, belastenden Lebenssituationen und bei Krankheiten.

(www.gle.at)